Kleben von Minimalmengen auf der Bondexpo 2010
Schneller, kleiner, komplexer – Produkte müssen branchenübergreifend immer mehr Funktionen in höchster Präzision auf kleinstem Bauraum bieten. Gefordert werden Mikrobauteile mit komplexen Geometrien und kurzen Fertigungszeiten. Das Minimalmengen-Kolben-Dosiersystem (M-KDS) von RAMPF Dosiertechnik gilt dabei als zuverlässiger Helfer. Bei der Bondexpo 2010 wird er einen Einkomponenten-Kleber von RAMPF Giessharze präzise verarbeiten und austragen.

Das M-KDS ist ideal für den Minimalauftrag von hochgefüllten Materialien, wie sie oft in der Elektronikbranche vorkommen.

Miniaturisierte Kolbendosierpumpe dosiert direkt in dynamischen Mischkopf.
Miniaturisierte Funktionsteile erfordern Kleinstmengen-Dosierung hochgefüllter Vergussmassen. Solche Materialien werden häufig in der Elektronikbranche, Solarbranche und Medizintechnik verarbeitet. Vor diesem Hintergrund hat RAMPF Dosiertechnik das Minimalmengen-Kolben-Dosiersystems (M-KDS) entwickelt. Herausgekommen ist ein kompakt gebautes auf gefüllte Materialien spezialisiertes System. Die Konzeption der Dosierpumpe haben die Entwickler von RAMPF entsprechend für mineralische oder metallische Füllstoffe angepasst. Die Pumpen sind daher extrem verschleißarm. Das Ergebnis der Entwicklungsarbeit überzeugt dieser Tage die Besucher der Bondexpo 2010 in Stuttgart. Das M-KDS dosiert den Einkomponenten-Polyurethan-Kleber RAKU-PUR® 49-2452 von Schwesterunternehmen RAMPF Giessharze sicher und wirtschaftlich auf eine Metallscheibe. Durch das Zweikammer-System steht immer die doppelte Menge Kleber zur Verfügung. Der Austrag im FIPG-Verfahren ermöglicht eine Applikation ohne Abfall.
System mit breitem Viskositätsspektrum
Das Kolbensystem ist elektro-hydraulisch angetrieben. Das Linearantriebskonzept für die Dosierkolben verringert das Bauvolumen und ermöglicht somit eine sehr kompakte Anordnung der Bauteile. Der Materialfluss wird durch die Schieberventile verdrängungsfrei aus dem Vorratsbehältnis in die Mischkammer gesteuert. Es können Materialien in Kartuschen ab 30 cm3 oder aus Druckbehältern verarbeitet werden. Nach dem Kartuschenwechsel ist kein Entlüften erforderlich. Dieses Konzept ermöglicht die Verarbeitung der verschiedensten ein- und zweikomponentigen Materialien mit einem breiten Viskositätsspektrum.
Dosieren in 300 Millisekunden
Durch das dynamische Verfahren werden die geringen Materialmengen intensiv vermischt. Dies ist ein entscheidender Vorteil des M-KDS. Des Weiteren erfolgt der Materialauftrag schnell und präzise. Die kürzest mögliche Dosierzeit liegt bei 300 Millisekunden. Dank der volumetrischen Dosierung erhält der Anwender ein gleichbleibendes, viskositätsunabhängiges Dosierergebnis. Darüber hinaus können reaktive Vergussmassen mit einer Topfzeit ab circa fünf Minuten verarbeitet werden. Mit dem M-KDS lassen sich Vergussmassen mit einer Viskosität von 20 mPa*s bis zu 200.000 mPa*s verarbeiten.
RAMPF- Technische Information:
Die Leistungsmerkmale des M-KDS auf einen Blick:
- Dosierleistungsbereich 2 – 20 mm³/s (abhängig vom Material)
- Kleinstes Schussvolumen: ca. 1 mm³ bei einem Mischungsverhältnis von 100:30
- Größtes Schussvolumen: ca. 250 mm³
- Kürzestes Dosierzeit: ca. 300 ms
- Viskositäten der Komponenten: 20 mPa*s – 200.000 mPa*s
- Topfzeiten: ab ca. 5 min
- Bereich Mischungsverhältnis: 100:100 bis 100:5
- Optimale Materialaufbereitung durch dynamisches Mischsystem
- Umfangreiche Prozessüberwachungsmöglichkeiten
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